Eine geplante Großanlage von Bayer MaterialScience zur Herstellung von TDI, einem Vorprodukt für Polyurethan-Weichschaum im Chempark Dormagen, wird durch die KfW IPEX-Bank in Höhe der Investitionssumme mitfinanziert. Die Bank aus Frankfurt, die innerhalb der KfW-Bankengruppe die Export- und Projektfinanzierung verantwortet, unterstützt das Bauvorhaben unter Einbindung von Mitteln des „KfW-Umwelt- und Energieeffizienzprogramms“ mit einer langfristigen Kreditfinanzierung. Das Bundesumweltministerium bestätigte hierbei die besondere Förderungswürdigkeit der geplanten Anlage unter dem Aspekt der Energieeffizienz. „Die Finanzierung mit Mitteln aus dem nationalen Förderprogramm ist eine großartige Auszeichnung für das TDI-Projekt“, betont Dr. Steffen Kühling, Leiter Produktion und Technologie im Bereich Polyurethane bei Bayer MaterialScience. „Das neue Verfahren setzt global neue Maßstäbe in der energieeffizienten und klimaschonenden TDI-Produktion. Dies wird durch die Förderung erneut bestätigt.“ Die KfW-Bankengruppe hat viele Aufgaben. Als Förderbank unterstützt sie den Wandel und treibt zukunftsweisende Ideen voran. „So helfen Programme der KfW, innovative Vorhaben der deutschen Industrie auch im großtechnischen Maßstab zu realisieren“, erläutert Dr. Christian Staab, Senior Director der KfW IPEX-Bank. „Das betrifft Projekte mit besonderem Vorbildcharakter. Und in diesem Sinne zeigt auch die geplante TDI-Anlage von Bayer MaterialScience hervorragend auf, wie neue technologische Verfahren energieeffizient genutzt und kombiniert werden können.“ Zu einem Ortstermin kamen Vertreter der KfW IPEX-Bank, der Bayer AG sowie von Bayer MaterialScience in Dormagen zusammen. Bei einer Rundfahrt durch den Chempark besichtigte die Gruppe auch die Baustelle der neuen TDI-Anlage sowie die TDI-Pilotanlage. Hier wurde die energiesparende und klimaschonende Gasphasen-Technologie in den vergangenen sechs Jahren bereits eingesetzt und für den Einsatz im großindustriellen Maßstab weiterentwickelt. Durch das von Bayer MaterialScience entwickelte Verfahren lassen sich gegenüber einer konventionellen Anlage gleicher Größe bis zu 60 Prozent Energie einsparen. Diese Energieeinsparung bewirkt eine Verringerung des CO2-Ausstoßes von umgerechnet rund 50.000 Tonnen pro Jahr. Außerdem werden bis zu 80 Prozent weniger Lösungsmittel benötigt. Die intensiven Vorbereitungsarbeiten auf dem TDI-Baufeld laufen seit Mitte März. Im Februar 2012 hatte die Bezirksregierung Köln die Zulassung für den vorzeitigen Baubeginn der Anlage erteilt. Im zweiten Halbjahr 2012 wird der endgültige Genehmigungsbescheid erwartet. Nach derzeitiger Planung soll die neue TDI-Anlage im Frühjahr 2014 in Betrieb genommen werden.
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