Erschienen in: P&A September 2006, S. 8
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Korruption und Datenklau

Jedes Jahr erleidet die Chemieindustrie Millionenverluste durch wirtschaftskriminelle Handlungen. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Chemieunternehmen war in den Jahren 2003 und 2004 weltweit mehrfach Opfer von Unterschlagung, Betrug und Fälschung. Im Durchschnitt verzeichnete jedes Unternehmen acht Vorfälle, die jeweils einen Schaden von fast 600.000 US-Dollar verursachten. Die Täter kamen zu 73 Prozent aus den eigenen Reihen. Dies sind die Ergebnisse der jüngsten Analyse des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers, „Global economic crime survey 2005 - Chemicals industry“, für die 168 Unternehmen in 30 Ländern befragt wurden. Die Zahl der Chemie-Unternehmen, die über Fälle von Wirtschaftskriminalität berichteten, ist gegenüber 2001/2002 von 40 auf 37 Prozent gesunken. Gleichzeitig haben sich die Delikte Korruption und Bestechung im selben Zeitraum aber mehr als verdoppelt - von 13 Prozent auf 28 Prozent.

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