Extra dicht wird das Faltenbalgventil unter anderem durch den Cut-Effekt.
Erschienen in: P&A Achema 2009, S. 75
A&V  |  

Zuverlässig dicht

Funktionssichere Faltenbalg-Ventile auch für höhere Differenzdrücke

Allein schon, wenn ein Hersteller von einer 100-Prozent-dicht-Technologie spricht, ist das einer genaueren Überprüfung wert. Und auch sonst gibt es einiges Neues bei Faltenbalg-Ventilen: angefangen beim versenkten Schmiernippel bis hin zum umspülten Balg, der die Armatur für den Einsatz in Produktleitungen fit macht. Premiere hat die neue Ventil-Generation auf der Achema.

Lässt eine über 40jährige Laufbahn noch Platz für weitere Optimierungen? Der Hersteller Ari-Armaturen meint, ja, und stellt auf der Achema das neue Faltenbalg-Ventil Faba vor, noch leistungsfähiger als seine Vorgänger, wie Ari verspricht. Drei Versionen in insgesamt mehr als 17.000 Varianten bieten darüber hinaus eine besonders große Flexibilität: Faba-Plus ist das neue Ventil für alle Standardsituationen, Faba-Supra i die neue Industrie-Variante und Faba-Supra C wurde unter anderem für chemische Prozesse entwickelt.

Allen gemeinsam ist eine optimale Schließfunktion, die unter anderem durch die konische Form des Kantensitzes erreicht wird. Eventuelle Ablagerungen werden dadurch vom Sitz geschnitten (Cut-Effekt). Eine wichtige Voraussetzung für erhöhte Dichtigkeit ist auch die metallische Kegel-Sitz-Ausführung, wobei es sich um einen konischen Kegel aus gehärtetem Edelstahl handelt. Dank dieser Ausführung werden zugleich auch ein erhöhter Sitzdruck und höhere Standzeiten erreicht. All dies wird unterstützt durch eine Feingewinde-Spindel, laut Hersteller elementarer Bestandteil der neuen „100-Prozent-dicht-Technologie“. Alle Faba-Ventile unterliegen strengsten Qualitätskontrollen, inklusive Abschlussprüfung mit Luft (Leckrate 1 gem. DIN 3230 bzw. Leckrate „A“ gemäß DIN EN 12266) und Heliumprüfung des Faltenbalgs, der zudem in Dauerbelastungstests bis zu 10.000 Lastspiele aushalten musste. Bei der Standardausführung Faba-Plus macht ein neuer Bügeldeckel das Ventil widerstandsfähiger gegen Druckstöße. Auch das Handling wurde optimiert: zum einen durch Gewichtsreduzierung des Bügeldeckels, zum anderen durch ergonomisches Design des neuen Handrads. Auch die Montage des Endschalters wurde erleichtert – sie ist nun ohne Lösen der Deckelschrauben möglich. Der versenkte Schmiernippel sowie die separate abgeflachte Feststell-Vorrichtung bieten weitere Handling-Vorteile. Durch den losen Kegel ist diese Variante, mit standardmäßigem Kantensitz, nun auch als absperrbares Rückschlag-Ventil nutzbar. Und durch die Rückstellfeder ist sie jetzt zudem in allen Einbaulagen einsetzbar. Die „Plus“-Version ist in Grauguss, Sphäroguss, Stahlguss, Schmiedestahl und Edelstahl verfügbar, in den Druckstufen PN 16 bis PN 40, in ANSI 150 und 300. Genau wie die anderen neuen Varianten „Supra i“ und „Supra C“ gibt es sie in Durchgangs- oder Eckform, als Schrägsitz-Version, mit Anschweißenden, Gewindemuffen oder gemäß ANSI.

Verstärkter Faltenbalg hart im Nehmen

Für anspruchsvolle Industrie-Anwendungen prädestiniert ist die Supra-i-Variante. Sie zeichnet sich durch einen verstärkten Faltenbalg aus (10.000 Lastspiele), der am Gehäuseoberteil angeschweißt ist. Das macht ihn besonders funktionssicher. Ein Balgschutz sichert ihn zusätzlich gegen Druckschläge. Zudem ermöglicht die stabile Spindelführung den Einsatz bei höheren Differenzdrücken. Zuverlässig dicht auch unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen in der Industrie ist die Supra i-Version auch durch die doppelte Dichtungs-Kammerung, durch den geschweißten Sitz und die doppelte Sekundär-Dichtung, bestehend aus Spindelrückdichtung sowie Sicherheits-Stopfbuchse mit Brille. Die Verschweißung des Oberteils mit dem Gehäuseunterteil ist optional möglich. Die ein- oder zweiteilige Spindel ist frei wählbar – beispielsweise für die Nachrüstung durch einen Antrieb. Die Supra-i-Version ist in Stahlguss, Edelstahl, Schmiedestahl verfügbar, in den Druckstufen PN 16-40, in ANSI 150 und 300.

Speziell für die Chemie konzipiert ist Supra C. Wichtigstes Charakteristikum ist der am Gehäuseoberteil angeschweißte, umspülte, verstärkte Faltenbalg (10.000 Lastspiele). Der umspülte Balg macht die Armatur einsetzbar für Produktleitungen. Wie die Supra-i-Version ist auch Supra C durch die wählbare ein- oder zweiteilige Spindel besonders variabel einsetzbar. Darüber hinaus ist diese Version durch die zusätzliche Führung der Spindel über den Laternenkegel noch funktionssicherer. Höhere Differenzdrücke sind auf diese Weise möglich. SupraC gibt es in Stahlguss, Edelstahl und Schmiedestahl, in den Druckstufen PN 16 bis PN 40 sowie in ANSI 150 und 300.

Achema Halle 8.0 Stand U25-U29

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