(Bild: Bildquellenhinweis)
Erschienen in: P&A Juni 2008, S. 32
P&A-Spezial: Thermische Verfahren  |  

Abdichtung statt Anlagenstillstand

Spezieller Werkstoff dichtet Heizelemente von Wärmeträgeranlagen gegen Feuchtigkeit ab und schützt so vor Produktionsausfällen

In den Heizkörper eindringende Feuchtigkeit führt in Wärmeträgeranlagen schlimmstenfalls bis zum Anlagenstillstand inklusive Produktionsausfall. Ein spezieller Werkstoff hingegen, der das Heizstabende sicher gegen Feuchtigkeit abdichtet, garantiert den Betreibern chemischer und pharmazeutischer Produktionsanlagen einen störungsfreien Betrieb.

Heizelemente von Schniewindt eignen sich für unterschiedliche Wärmeprozesse im hohen Temperaturumfeld. Mit dem werkseigenen Verschlussverfahren Giso bringt das Unternehmen jetzt ein neu entwickeltes System auf den Markt.

Der Unterschied besteht darin, dass die Heizstabenden nicht mehr konventionell mit Silikon, sondern mit einer werkseigenen Komponente gegen Feuchtigkeit abgedichtet sind. Erstmals kann damit ausgeschlossen werden, dass Wasserdampf in elektrische Heizelemente eindringt. Bislang führte in den Heizkörper eindiffundierende Luftfeuchtigkeit zum Absinken des Isolationswiderstandes. Hierdurch stieg die Gefahr von Anlagenstillstandszeiten und Isolationswächterabschaltungen. Das neue Verschlussverfahren hingegen garantiert selbst bei längeren Stillstands- oder Einlagerungszeiten eine langfristige Isolationsfestigkeit. Das eingebaute Thermoelement misst zudem den Temperaturverlauf erstmals im Heizkörper selbst, was eine genaue Regelung ermöglicht. Steigt die Temperatur durch Oberflächenablagerungen auf einen für die Lebensdauer der Heizpatrone kritischen Wert, wird dies auf einem Display in der Leitwarte angezeigt. Das Bedienpersonal kann den Heizkörper dann frühzeitig ausbauen und reinigen. Verschiedenen Problemen, die bislang durch Hitzeentwicklungen in den Heizsystemen oder an deren Oberfläche entstanden, beugen optimale Betriebsdaten der neuen Heizkörper vor. Die Verwendung eines Mantelrohres aus Edelstahl in Verbindung mit einer optimalen Fließgeschwindigkeit stellt sicher, dass es bei einer Oberflächenbelastung von 5,6 W/cm² bzw. 9,4 W/cm² keine kritischen Hitzeentwicklungen an der Heizkörperoberfläche gibt. Hierdurch wird ein Anbrennen des zu erhitzenden Mediums am Heizsystem verhindert.

Von der Speziallösung zum breiten Einsatz

Schniewindt hatte den neuen Heizkörper zunächst als maßgeschneiderte Problemlösung für den Betreiber einer chemischen Produktionsanlage entwickelt. Permanente Verschlechterungen des Isolationswiderstandes seiner Erhitzer hatten dort zu Kurzschlüssen geführt. Hohe Temperaturen in den Heizelementen hingegen hatten die Heizleiter schmelzen lassen.

Ingenieure von Schniewindt hatten hierfür folgende Gründe ermittelt: Die Oberflächenbelastung der eingesetzten Heizkörper hatte zu Hitzeentwicklungen geführt, die das Medium (Thermalöl) am Mantelrohr anbrennen ließen. Die erzeugte Wärme konnte nicht mehr abgegeben werden und führte dazu, dass die Heizleiter schmelzen und sogar durchbrennen. Kurzschlüsse der Heizspirale mit dem Mantelrohr waren die Folge. Auch dieses Problem hat Schniewindt mit den neuen Heizkörpern beseitigt. Die Heizleiter werden jetzt so in der Patrone geführt, dass ein Kurzschluss mit dem Mantelrohr ausgeschlossen ist. Heute bietet das Giso-Verschlussverfahren in unterschiedlichen Beheizungssystemen optimierte Sicherheit im Betriebsablauf. Hochwertige Edelstahlwerkstoffe, die für den Bau der Heizsysteme verwendet werden, lassen sie den Anforderungen von hohem Druck und extremen Temperaturen gerecht werden. Der neue Heizkörper wird in zwei Leistungsgrößen mit 15 und 25 kW Leistung angeboten. Damit ist er bei bis zu 500 Volt Betriebsspannung langlebiger als Konkurrenzmodelle. Die verwendete Heizpatrone ist im Durchmesser von 32 Millimeter hoch verdichtet, was eine optimale Wärmeübertragung vom Heizleiter zur Oberfläche ermöglicht.

• more@click-Code: PA068400

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